Welcome to Lesotho
Die Nacht war unglaublich kalt.
Mit Shirt, Fleece und Daunenjacke habe ich im Schlafsack immer noch gefroren.
Den Kaffee gibts im Auto bei laufendem Motor, damit die Heizung brummt.
6 Grad zeigt der Thermometer im Armaturenbrett.
Dann gehts los, keine 1000m und wir stehen an der Grenze zu Lesotho.
Es herrscht gähnende Leere, wir sind die Einzigen, die Einreisen wollen!
Die Procedur läuft extrem entspannt ab.
Ein Stempel bei der Ausreise und einer bei der Einreise.
Die Fahrzeugdaten werden über einen Barcode an der Frontscheibe abgescannt.
120 Rand Straßenbenutzungsgebühr bezahlen und fertig!
Gleich nach der Grenze stehen die fliegenden Händler an der Straße, um SIM Karten zu verkaufen.
Nach dem die erste Skepsis verflogen und der Typ auch noch sehr symphatisch ist, machen wir den Deal.
4 GB Datenvolumen für umgerechnet 6€.
Für die nächsten 4 Tage sollte das locker reichen.
Die ersten Eindrücke sind wie immer am intensivsten.
Ich weiß nicht, wohin ich blicken soll.
Die Menschen, die Dörfer, die Tiere und natürlich die Landschaft.
Alles ist anders, als in Südafrika.
Bei einem kurzen Fotostopp treffen wir auf eine Mutter mit ihrer Tochter.
Die beiden sind sehr lustig und haben keine Berührungsängste mit den weißen Männern.
Am Ende verabschieden wir uns mit ein paar Keksen.
Für wenige Kilometer brauchen wir ewig lang.
Die Lanschaft ist fantastisch, grüne Hügel, hohe Berge und ein strahlend blauer Himmel bieten unzählig viele Fotomotive.
Die Bevölkerung ist arm.
Die Menschen leben von der Land- und Viehwirtschft.
Landschaftlich finden wir hier sehr viele Paralellen zu Kirgistan in Asien.
Auch die Lesothoner sind ein Reitervolk.
Insgesamt sind wir heute 195 Kilometer gefahren und haben ca. 6 Stunden dafür gebraucht.
Auf den letzten 30 Kilometern war die Straße in einem katastrophalen Zustand.
Bevor es wieder eisig kalt wird, halten wir irgendwo abseits der Piste an einem kleinen Bach und schlagen unser Lager auf.
Es war ein anstrengender Tag, aber jede Sekunde davon hat sich gelohnt.













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