Namibia im Dezember 2020

 

Roadlife - Namibia mit dem Bushcamper im Dezember 2020


Reisen im Corona-Jahr.
Namibia ist eines der wenigen Länder in der Welt, das für den Tourismus geöffnet ist.
Vor vier Jahren war ich das erste Mal hier mit dem Fahrrad unterwegs.
Damals, auf dem Weg von Lusaka in Sambia bis nach Kapstadt in Südafrika, habe ich Namibia als Transitland kennengelernt.

Nach den vielen guten Erfahrungen der Fahrradtour, gab es noch so vieles zu entdecken, was mit dem Rad nicht erreichbar war. Namibia, das Land der Farben und der Weite, ist bekannt für seine Individual-Touristen, die auf eigene Faust das Land entdecken wollen.

Unzählige Schotterpisten der übelsten Sorte machen einen Geländewagen erforderlich. Das Land ist wie geschaffen dafür. Überall im Land gibt es die tollsten Lodges und Campingspots, weit abgelegen in Mitten schönster Natur. Unser Bush-Camper, ein Toyota Hillux 4x4 Geländewagen mit Dachzelt und Komplettausstattung ist dafür gemacht.
Und tatsächlich, hat es uns wirklich an nichts gefehlt in den 23 Tagen in denen wir unterwegs waren.

Die täglichen Streckenabschnitten haben uns immer wieder vor Augen geführt wie vielseitig und abwechslungsreich Namibia ist. Immer gibt es etwas zu sehen und erleben.

Wir erleben wahre Naturparadiese. Fahren durch schroffe Berglandschaften, sehen den spektakulären 
Fish-River Canyon, und den Oranje River, der durch ein klatsch-grünes Flusstal bis nach Südafrika führt.
Die Namib Wüste im Westen, ist die älteste der Welt.
Den Sonnenaufgang in den Dünen von Sossusvlei zu erleben wird unvergesslich bleiben.
Weiter nördlich erreichen wir die Bergregion Spitzkoppe.
Das Gebiet ist ein einzigartiges Wander- und Naturparadies mit spektakulären Felsformationen.

Schlussendlich ist es die vielfältige Tierwelt Afrikas, die mich aus dem Staunen nicht herauskommen lässt. 
Ob Elefanten, Giraffen, Zebras, Löwen, Antilopen ... Die ganze Bandbreite ist im Etosha NP zu sehen.


Aber natürlich gibt es auch eine andere Seite von Namibia zu sehen.

Die Armut der schwarzen Bevölkerung ist offensichtlich und erschreckt mich sehr.
Im klimatisierten Geländewagen an Menschen vorbei zu fahren, die nicht das Nötigste zum Leben haben, lässt mich zweifeln, ob ich hier das richtige tue!

Wie kann es nur sein, dass die einen so im Überfluss leben und anderen wiederum das Nötigste zum Überleben fehlt! Eine Frage, die mir wohl niemand so einfach beantworten kann.

Aber, geht es den Menschen besser, wenn keine Touristen mehr das Land bereisen? Wohl kaum. 
Das ist in Zeiten von Corona deutlich zu erkennen.
Die Touristen fehlen, denn letztendlich profitieren auch arme Menschen vom Tourismus.


Einmal mehr hat mich Afrika überwältigt, abgeholt und mitgenommen.
Die atemberaubende Landschaften, die Tiere und Menschen werde ich nie vergessen!


Die Route - 4.250km


hier gehts zu den Fotos:


hier gehts zu den Videos:

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5



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